
Im Sägemehl: Jungschwinger voller Stolz und Kampfgeist
Der Sägemehlring knistert vor Spannung, die Luft riecht nach Holz, Schweiß und Erwartung. Drei junge Emmetter – Levin Kündig, Basil Odermatt und Andri Würsch – treten ein, jeder Schritt fest, jeder Blick entschlossen. Man spürt den Stolz, hier zu stehen, Teil einer jahrhundertealten Tradition zu sein. Jeder Griff, jede Bewegung ist Ausdruck von Leidenschaft, Stärke und Kampfgeist.
Levin (2010), der Älteste der drei, liebt Fussball – und er kam über den Fussball relativ spät zum Schwingsport. Ihn hat vor allem der Teamspirit im Schwingen fasziniert, den er in der Fussballmannschaft eher vermisste. Im Schwingsport ist alles anders: Hier ist er alleine für seine Erfolge wie auch für seine Niederlagen verantwortlich. Und doch spürt er gleichzeitig die Kraft des Teams – Trainer, Mitstreiter, Freunde, die ihn begleiten. Sein Ehrgeiz ist spürbar, jeder Griff, jede Technik ein Ausdruck seines Willens, sich zu beweisen.
Basil (2011), der Mittlere, trainiert bereits mit den „grossen Bösen“ und ist für das Eidgenössische Nachwuchsschwingertag (ENST) selektioniert – eine Ehre, die nur die besten Nachwuchsschwinger des Landes erhalten. Beim ENST, dem „kleinen Eidgenössischen“, messen sich die talentiertesten Jungschwinger, die von den einzelnen Einzelverbänden pro Jahrgang selektioniert wurden. Das nächste ENST ist im Jahr 2027 geplant. Für Basil bedeutet das: Er muss bis dahin kontinuierlich seine Leistungen zeigen, sonst fällt er aus der Selektion und verpasst die Chance auf das ENST. Zwei Jahre Mentaltraining haben ihn gelehrt, Druck, Niederlagen und Herausforderungen als Ansporn zu nutzen. Wenn er in den Ring tritt, sieht man sein Adrenalin, seinen Ehrgeiz und seine Entschlossenheit – jeden Griff, jede Bewegung genau geplant, bereit, alles zu geben.
Andri (2012), der Jüngste, sprüht vor Energie und Begeisterung. Er schwingt in der fünften Saison, doch sein Feuer ist spürbar. Jeder Griff, jeder Zug zeigt seinen unbändigen Willen, zu lernen, besser zu werden und sich im Sägemehl zu beweisen. Trotz seines jungen Alters steckt in ihm schon der Stolz eines echten Schwingers.
Das Training ist hart: drei- bis viermal pro Woche, zwei Einheiten im Sägemehl, eine reine Konditionseinheit, eine Mischung aus beidem. Jeder Schweißtropfen, jeder Muskelkater, jeder Schlag gegen den Gegner ist ein Schritt auf dem Weg, ein echter Schwinger zu werden.
Und bei jedem Schwingfest knistert die Spannung im Ring, das Publikum hält den Atem an. Ein Griff gelingt – Jubel bricht aus, Stolz glüht auf den Gesichtern. Ein Zug misslingt – Niederlage, Frust, aber kein Aufgeben. Sofort stehen die Jungs wieder auf, die Augen voller Feuer, bereit für die nächste Runde.
Hier geht es um mehr als Sport. Es geht um Tradition, Stolz, Leidenschaft. Um die Freude am Kampf, den Mut, sich zu beweisen, und die Ehre, im Sägemehl zu stehen. Wer einmal einen Jungschwinger nach einem gelungenen Griff lächeln sieht oder ihn nach einer Niederlage wieder aufstehen, spürt: Das ist pure Leidenschaft – man sieht sie, man hört sie, man fühlt sie.
An diesem Tag im Ring wird klar: Levin, Basil und Andri sind nicht einfach junge Athleten – sie sind Schwinger durch und durch, voller Herz, voller Stolz, voller unbändigem Kampfgeist. Und wer weiss, sieht man sie irgendwann als Böser im ESAF.






























