150 Jahre Älplergesellschaft Emmetten
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Neues Gipfelkreuz gesegnet

Die Älplergesellschaft Emmetten segnete am Dienstag, 24. September 2024 das neue Gipfelkreuz, das in den nächsten Tagen auf der Gspaltnig Chulm wieder aufgerichtet werden soll. «Wir wollten uns zum 150 Jahr-Jubiläum der Älplergesellschaft Emmetten ein besonderes Geschenk mit Symbolkraft machen.», erklärt der Pfleger Peter Barmettler. Er war es auch, der den Älplerbeamten den Vorschlag machte, das in die Jahre gekommene, halb zerfallene Gipfelkreuz zu erneuern. Und sein Vorschlag wurde von den Älplerbeamten einstimmig angenommen. Sogleich fragte er die Alpgenossenschaft Niederbauen, als Grundeigentümer sowie die Korporation Uri und die Genossenkorporation Emmetten, als angrenzende Nachbarn um ihr Einverständnis an. Allesamt waren sie mit der Errichtung des neuen Gipfelkreuzes einverstanden. Mit der Firma OZ-Metallbau AG fanden die Emmetter Älplerbeamten einen geeigneten Metallbauer, der das neue Gipfelkreuz anfertigte. Kurz vor Fertigstellung besuchten Mitglieder des Älplerrats mit den beiden Älplersenioren Paul Käslin und Toni Richiger die Firma OZ-Metallbau AG, und schauten dem Erbauer Paul Zimmermann über die Schulter, wie er die letzten Schweissnähte machte.

«Bevor wir das Kreuz auf die Gspaltnig Chulm via Helikopter transportieren, war es uns ein wichtiges Anliegen, dass es vom Emmetter Pfarrer Walter Mathis und Pfarreileiterin Astrid Biedermann gesegnet wird.», erklärt Peter Barmettler. Und so versammelten sich die Älplerbeamten am Dienstag-Abend, 24. September 2024 im Werkhof Emmetten und erfreuten sich bei einer besinnlichen Feier am neuen Gipfelkreuz. Dabei betonte Pfarrer Mathis, dass das Gipfelkreuz in der heutigen Zeit für jeden eine eigene Bedeutung haben soll. Für die einen bedeutet es Heimat, für die anderen hat es einen religiösen Aspekt und wer mit einem sportlichen Hintergedanken wandert, der sieht das Kreuz oft als Erreichen eines Ziels.

Gipfelkreuz seit 1962
Das Gipfelkreuz auf der Gspaltnig Chulm steht seit 1962 und wurde aus der Initiative von den Brüdern Dölf, Sepp und Peter Würsch sowie Leo Barmettler erbaut. Sie trugen die Kreuzteile, den Fundament-Zement und das Wasser zum Anrühren auf ihren Schultern gepackt auf den Berg. Damals war der Gspaltnig Chulm noch mit einem weiten Sprung direkt über die Spalte erreichbar. Um heute zum Gipfelkreuz zu gelangen, muss man einige Meter in die Spalte absteigen und eine geeignete Stelle zum Überwinden der Spalte finden. Im Jahre 1968 wurde das Holzkreuz nachträglich mit einem Chromstahlblech eingefasst, um es vor der Witterung zu schützen. Dies hatte den Effekt, dass das Gipfelkreuz jeweils in der Abendsonne hell leuchtete und vom Dorf aus zu sehen war.

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