
Die bekannteste Erklärung von Emmetten ist die von der grünen, schönen Matte. Bei meiner Recherche entdeckte ich noch weitere Erklärungen.
So leiten die beiden Forscher A. Gatschet und Julius Studer den Ortsnamen vom althochdeutschen Personennamen Eginmout ab. Sie vermuten, dass ein Emmetter Eginmout hieß und Namensgeber von Emmetten sein könnte. Dies zeigt der folgende Eintrag mit bereits leicht abgewandelter Schreibweise „ze Emouten hove“. Gleichzeitig kommt bei „Eginmout“ aber Zweifel auf, weil Namen mit germanischen „Agi oder Egi“ nie zu einem einfachen „E“ umgewandelt wurden, sondern sich zu einem „Ein-, Eg- oder Ek“ entwickelten. Eine weitere Deutung meinen die beiden im germanischen Personennamen Ehamotinga gefunden zu haben und ist in einer früheren Schreibweise wie Emmotin zu finden.
Vom Wort âmât geht der Forscher Brandstetter aus. Âmât bezeichnet mundartlich das Emd, Ämd, das wiederum ein zweites Mähen oder zweites Heu bedeutet. Dies würde wieder zur gängigsten Erklärung passen und die Schreibweisen Emeten, Ameten, Emata, Emätten erklären.
Im althochdeutschen Wort ëbanoti sieht der Forscher Saladin den Ursprung von Emmetten, das Ebene oder ebene Stelle bedeutet. Ëbanôti wurde jedoch in der gesamten Innerschweiz zu Äbnet umgewandelt und kommt am wenigsten in den bekannten Schreibweisen vor.
Abschließend kann kein eindeutiger Nachweis erbracht werden, woher der Ortsname Emmetten tatsächlich stammt. Irgendwie haben alle drei Erklärungen einen Funken Wahrheit drin.
Weitere Emmetter Schreibweisen: Emouten, Empnoten, Emmotin, Emuten, Emeten, Ameten, Emata, Emäthen, Emätten, Ematten, Emnaten